Unser Service
So gelangen deine Bremsscheiben zu uns und wieder zurück
Der Refurbishing Prozess dauert etwa 20 Tage. Gelegentlich sind auch bereits überholte Keramikbremsscheiben sofort ab Lager als Austauschware verfügbar. Wir bemühen uns stets, die gängigsten Bremsscheiben ab Lager vorrätig zu haben. In diesem Fall behalten wir eine Kaution in Höhe von 1.000 € pro Bremsscheibe ein
Diese Arten von Schäden können wir beheben

Ablösung der Reibschicht vom Trägermaterial durch Haftungsverlust mit zunehmendem Fortschreiten durch Oxidation.
Schadenstyp A: Reibschichtablösung (Delamination)
Ursache:
Bei der Delamination kommt es zu einem Haftungsverlust zwischen der Reibschicht und dem Trägermaterial der Bremsscheibe. Infolgedessen lösen sich Teile der Reibschicht ab. Dieser Prozess tritt in der Regel erst nach längerer Nutzungsdauer auf und stellt einen sicherheitsrelevanten Schaden dar. Durch die freiliegenden Bereiche ist das Trägermaterial ungeschützt, wodurch Oxidation einsetzt und die Ablösung weiter fortschreiten kann.
Instandsetzung:
Die beschädigten Bereiche werden durch das gezielte Einbringen neuen Reibschichtmaterials instandgesetzt. Dieser Prozess erfolgt unter Hochtemperaturbedingungen, sodass das Material erneut eine feste, stoffschlüssige Verbindung mit dem Trägermaterial eingeht.
Im Zuge der Instandsetzung wird die gesamte Bremsscheibe umfassend überarbeitet. Dazu gehören die Reparatur weiterer Reibschichtschäden, die Überprüfung und Überholung aller Befestigungselemente sowie deren Austausch bei Bedarf. Zusätzlich werden ungeschützte Kantenbereiche mit einem wirksamen Oxidationsschutz versehen.


Durch normalen Bremsbetrieb entstandener Materialabtrag der Reibschicht bis zur Verschleißgrenze.
Schadenstyp B: Verschleiß (Abrasiv)
Ursache:
Abrasiver Verschleiß entsteht durch den kontinuierlichen Reibkontakt zwischen Bremsbelag und Bremsscheibe. Dabei wird die Reibschicht der Carbon-Keramik-Bremsscheibe im Laufe der Nutzung sukzessive abgetragen. Dieser Prozess ist grundsätzlich normal und konstruktionsbedingt, führt jedoch mit zunehmender Laufleistung zu einer messbaren Reduzierung der Reibschichtdicke.
Typischerweise ist die oberste Schicht der Bremsscheibe im Bereich von etwa 1–1,5 mm vom Verschleiß betroffen, während der strukturelle Kern der Scheibe in der Regel unbeschädigt bleibt.
Wird eine bestimmte Verschleißgrenze überschritten, ist die Funktion der Bremsscheibe nicht mehr uneingeschränkt gewährleistet. Dies kann zu vermindertem Reibwert, ungleichmäßigem Bremsverhalten oder thermischer Überlastung führen und stellt somit einen sicherheitsrelevanten Zustand dar.
Instandsetzung:
Im Rahmen der Instandsetzung wird die verschlissene Reibschicht vollständig entfernt und die Oberfläche gezielt für den Neuaufbau vorbereitet. Anschließend erfolgt der Wiederaufbau der Reibschicht mittels eines Hochtemperaturprozesses (Flüssigsilizierung), bei dem eine neue, hochfeste Si/SiC-Reibschicht erzeugt wird.
Durch die reaktive Verbindung mit dem Trägermaterial entsteht eine dauerhaft haftende und hochbelastbare Oberfläche mit ausgezeichneten Reib- und Verschleißeigenschaften.
Da der tragende Kern der Bremsscheibe in den meisten Fällen erhalten bleibt, kann die Scheibe vollständig regeneriert und in einen neuwertigen Zustand zurückgeführt werden. Die mechanischen und thermischen Eigenschaften entsprechen dabei einer neuen Bremsscheibe oder können diese in bestimmten Bereichen sogar übertreffen.

Mechanisch verursachte Abplatzungen an Rand oder Oberfläche, die das Trägermaterial freilegen und Oxidation begünstigen.
Schadenstyp C: Kantenbeschädigung
Ursache:
Rand- und Oberflächenbeschädigungen entstehen durch mechanische Einwirkungen, beispielsweise durch Steinschläge, unsachgemäße Handhabung oder äußere Fremdkörper. Typische Schadensbilder sind Abplatzungen am Rand oder auf der Reibfläche der Bremsscheibe, die eine technische Beanstandung nach sich ziehen können.
Ein wesentliches Problem stellt dabei das freigelegte Trägermaterial dar: Der offenliegende Kohlenstoff ist ohne schützende Reibschicht anfällig für Oxidation, wodurch sich der Schaden im weiteren Betrieb vergrößern kann.
Solche Beschädigungen werden häufig im Rahmen von Prüfungen (z. B. durch den TÜV) oder durch Vorgaben des Fahrzeugherstellers als instandsetzungsbedürftig eingestuft.
Instandsetzung:
Beschädigte Bereiche werden lokal mit einem siliziumbasierten Material aufgefüllt. Anschließend erfolgt eine Pyrolyse unter kontrollierten Bedingungen, wodurch der strukturelle Verbund mit dem Basismaterial wiederhergestellt wird.
Dieses Verfahren verhindert die Entstehung von Folgeschäden wie Rissbildung oder weitere Materialablösungen und stellt die strukturelle Integrität sowie die Betriebssicherheit der Bremsscheibe wieder her.
Im Anschluss wird die Bremsscheibe plangeschliffen, um eine gleichmäßige Oberfläche sicherzustellen. Kleinere Reparaturstellen sind danach in der Regel kaum sichtbar, und der notwendige Oxidationsschutz ist vollständig wiederhergestellt.
Ungleichmäßiger Verschleiß führt zu einer welligen Oberfläche der Bremsscheibe und verursacht spürbare Vibrationen beim Bremsen.
Schadenstyp D: Vibrationen
Ursache:
Vibrationen beim Bremsen entstehen häufig durch einen ungleichmäßigen Abtrag der Reibschicht, wodurch die Bremsscheibe nicht mehr planparallel ist. Dieses Verschleißbild tritt insbesondere bei Carbon-Keramik-Bremsscheiben (z. B. CCB-Systemen von Audi) auf und führt zu sogenannten Dickenschwankungen oder Unrundlauf.
Infolge der unebenen Oberfläche liegt der Bremsbelag nicht mehr gleichmäßig auf der Bremsscheibe auf. Beim Bremsvorgang entstehen dadurch wechselnde Reibkräfte, die sich als spürbare Vibrationen am Lenkrad und Bremspedal bemerkbar machen.
Instandsetzung:
Zur Behebung des Schadens wird die Bremsscheibe zunächst demontiert und in ihre Einzelkomponenten zerlegt. Anschließend werden sowohl die Reibringe als auch alle Befestigungselemente gründlich gereinigt und geprüft.
Nach der fachgerechten Wieder-Montage erfolgt eine präzise Bearbeitung der Reibflächen. Dabei wird die Bremsscheibe nach Herstellervorgaben planparallel geschliffen, sodass eine gleichmäßige Auflagefläche für die Bremsbeläge wiederhergestellt wird.
Durch dieses Verfahren werden Vibrationen beseitigt und das ursprüngliche Bremsverhalten vollständig wiederhergestellt.

Festkorrodierte oder beschädigte Verbindungselemente beeinträchtigen die Beweglichkeit und können zu Geräuschen oder Rissen führen.
Schadenstyp E: Korrodierte Befestigungselemente
Ursache:
Durch Kontaktkorrosion, thermische Belastung oder Materialermüdung können Befestigungselemente wie Verschraubungen und sogenannte „Floater“ beschädigt oder unbrauchbar werden. In vielen Fällen korrodieren diese Verbindungselemente im Kontaktbereich mit dem Keramikmaterial fest und verlieren ihre Beweglichkeit.
Floater sind essenziell für die Funktion der Bremsscheibe, da sie das Drehmoment gleichmäßig von der Scheibe auf die Radnabe übertragen und gleichzeitig thermisch bedingte Ausdehnungen ausgleichen müssen. Ist diese Beweglichkeit („Floaten“) eingeschränkt oder nicht mehr gegeben, kann es zu ungleichmäßiger Belastung und im schlimmsten Fall zu Rissbildung im Material kommen.
Zusätzlich äußern sich Defekte an den Verbindungselementen häufig durch Geräuschentwicklungen während des Betriebs.
Repair:
Beschädigte oder festkorrodierte Befestigungselemente werden fachgerecht demontiert und durch neue Komponenten ersetzt. Dabei werden insbesondere die Floater erneuert, um die erforderliche Beweglichkeit und Funktionalität vollständig wiederherzustellen.
Durch den Austausch kann die Lebensdauer der Bremsscheibe deutlich verlängert und ihre Betriebssicherheit nachhaltig sichergestellt werden.
Für zahlreiche Bremsscheibentypen bieten wir zudem passende Verschraubungs- und Floater-Sets an. Gerne prüfen wir Ihre Anfrage individuell und stellen die geeigneten Komponenten für Ihr System zusammen.
Preise
1. Reparatur von Beschädigungen wie Delamination oder Kante
1970,- € zzgl Mwst
2. Neubeschichtung
2.250,- € zzgl. Mwst
3. Präzisionsschliff (bei Vibrationen)
1.200,- € zzgl. Mwst
4. Überholung von Verschraubungen (Befestigungselemente)
500,- € zzgl. Mwst
zuzüglich Material für Floater sofern diese stark korrodiert sind
Lieferzeiten
Reparatur von Beschädigungen wie Delamination oder Kanten / Neubeschichtung
ca. 20 – 25 Tage
Präzisionsschliff (bei Vibrationen) / Überholung von Verschraubungen (Befestigungselemente)
ca. 5 Tage
Partner-Werkstätten
Diese Werkstätten haben Erfahrung mit Rebrake und bieten an die Bremsscheiben zu demontieren und zu Rebrake zu schicken, während der Bearbeitungszeit wird Ihr Fahrzeug vor Ort sicher gelagert.
Ost:
ATR Autotechnik Rimpler
Lichterfelder Weg 21A, 14167 Berlin, 030-26566021
Mitte:
Hermann Rüttger GmbH
Pleutersbacher Str. 30, 69412 Eberbach , 06271-4391
Süd:
GT Sportscars GmbH,
Seefelder Str. 54, 82211 Herrsching am Ammersee, 0170-5757170
Nord:
Nogaro Automotive GmbH
Trinidadstraße 7, 27356 Rotenburg, 01523-1957041
