Der Wiederaufbereitungs-Prozess

Schritt 1

Nach der Eingangskontrolle werden die verschlissenen Scheiben vom Bremstopf getrennt, gewogen und gegebenenfalls je nach Verbrauchsgrad geröntgt und auf Strukturbeschädigungen hin untersucht.

Schritt 2

Danach erfolgt ein thermisches Abdampfen der Bremsscheibe um Bremsbelag-Rückstände und Verunreinigungen zu entfernen.

Schritt 3

Die Bremsscheibe wird geschliffen und sämtliche Riefen entfernt.

Schritt 4

Die Kern wird nun mit Silizium Polymeren wechselweise im Vakuum und mit Überdruck imprägniert (durchtränkt). Dieser Schritt wird sooft wiederholt bis die Scheibe wieder auf Sollgewicht ist. (in der Regel 2-3 mal)

Schritt 5

Nach der Imprägnierung erfolgt die Pyrolyse bei 1100°C. Durch das „Verbacken“ wird das Material chemisch und physikalisch mit dem vorhandenen Kern verbunden und strukturell vereinigt.

Schritt 6

Diese Schritte werden nun mehrmals wiederholt. Das eingebrachte Silizium wandelt sich durch die Pyrolyse in Siliziumcarbid (SiC).

Schritt 7

Es erfolgt ein Planschliff der Oberfläche, auch der Rand wird wieder in Form geschliffen.

Die Scheibe wird nochmals kontrolliert, gewogen und ggf. feingewuchtet.

Die Bremsscheibe hat nun einen Gewichtszuwachs von bis zu 180g und ist wieder auf Sollgewicht.

Jede einzelne Bremsscheibe erhält eine Dokumentation aus der die Bearbeitungsschritte, Gewichte und sonstige Daten sowie die verantwortlichen Arbeiter ersichtlich sind.

Hinweis: Die Mindestmaßangaben des Herstellers beziehen sich auf die Original-Bremsscheibe, damit festgestellt werden kann, wann die Verschleißgrenze erreicht ist. Aufgrund der Bearbeitung sind wiederaufbereitete Bremsscheiben etwas dünner als Original-Ersatzteile, die Oberflächenschicht (Verschleißschicht) verfügt jedoch wieder über das ursprüngliche Maß, jedoch mit höherer Dichte. Dies bedeutet, dass erneuerte Bremsscheiben unter Umständen länger halten können. (dies gilt nur für CCM)